Historische Entwicklung

Die Injektionstherapie mit Kochsalzlösung hat ihre Wurzel bereits im Jahre 1868, als die Ärzte Yeo und Griffith die Kochsalzlösung bei der Bekämpfung von Schmerzen einsetzten.

In Deutschland war es 1890 der Arzt Carl Ludwig Schleich, der durch Selbstmedikation ermittelte, dass allein eine 0,5 0/00 Kochsalzlösung einen Schmerz beträchtlich lindert. Sein Verfahren nannte er gemäss seiner Wirkweise „Infiltrationsanästhesie“. Zu völliger Schmerzausschaltung benötigte er nur einen Zusatz von 0,01% Kokain. In der Folgezeit verwendete auch der damals wegweisende Schmerztherapeut und deutsche Arzt August Bier diese Lösung.

In einer Pariser medizinischen Dissertation befasst sich Pierre Bernard 1901 mit dem Thema. In Fachjournalen der Zeitschrift Medical Press und Circular wird 1904 bzw. 1906 die Methode abgehandelt.

Anfang der 50er Jahre war der Arzt Dr. med. Gernot Jelke aus Schleswig in der Anästhesieabteilung als Assistent eingesetzt worden. Damals wurden 0,5 % ige Novocainlösungen bei Thorakoplastiken verwendet. Um die maximale Menge von 120 ml nicht zu überschreiten wurde, mit 0,9 % NaCl-Lösung nachgespritzt – mit demselben Effekt wie mit dem Lokalanästhetikum.

Anfang der 80er Jahre schliesslich war es Dr. med. Volker Desnizza, der, abgeleitet von Erfahrungen aus der Akupunktur und der Neuraltherapie, den Wirkstoff (das Lokalanästhetikum) aufgrund eigener Untersuchungen gegen 0,9 % NaCl-Lösung austauschte – mit besserem Erfolg als zuvor erlebt. Denn durch die Vermeidung eines Lokalanästetikums konnten viel mehr Injektionen als mit ihm pro Behandlung durchgeführt werden, ganze Wirbelsäulenabschnitte statt einzelner Punkte behandelt und damit die Effizienz der Therapie gesteigert werden.

Mit dem Übergang von der Kochsalz- auf die Ringerlösung und der zusätzlichen Einführung der Manuellen Therapie Chirotherapie in die Behandlung bin ich 1997/98 einen weiteren Schritt gegangen und konnte die Effizienz der Methode abermals verbessern.

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